Energieeffiziente Immobilien - Was ist zu beachten ?

Spätestens seit dem Jahr 2007 sind die monatlichen Ausgaben für Energie bei den privaten Haushalten in den Fokus des Interesses gerückt. Mit einer monatlichen Belastung von etwa 130 Euro hat dieser Betrag neben der ökologischen Komponente auch eine ökonomische Komponente. Deshalb sollte man beim Kauf oder bei der Miete von Immobilien auf die Energieeffizienz achten.

Bisherige Verbrauchasabrechnungen dokumentieren den Verbrauch Auch wenn die Politik versucht den Immobilienmarkt zu bürokratisieren, kann man auch ohne einen von einem Gutachter bestätigten Verbrauchsausweis den Energiebedarf einer Immobilie gut beurteilen. Anhand der Mietnebenkostenabrechnung des Vorjahres oder den Verbrauchsabrechnungen beim Kauf eines Hauses lässt sich die Energieeffizienz beurteilen. Dies kann man dann vergleichen mit den Energieeffizienzstandards lt. KfW - der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Doch es gibt noch weitere Hinweise darauf, ob eine Immobilie energieeffzient ist.

Wärmeeffizienzklassen für Fenster und Wände Der sogenannte k-Wert bei Fenstern gibt an, wie gut der Wärmeschutz ist. Je niedriger der k-Wert ist, desto besser isoliert das Fenster. Deshalb sollte man beim Kauf von Fenstern auf alle Fälle auf den k-Wert achten. Hat der Voreigentümer/Mieter die Rechnungen vom Einbau nicht mehr zur Hand, so kann man sich mit einer ersten Faustregel behaupten: Mehrscheibenfenster haben eine bessere Isolierung als nur eine Scheibe. Besichtigt man im Winter, so kann man anhand der Temperatur an der Innenseite im wahrsten Sinne des Wortes die Isolierung erfühlen! Bei Wänden kommt es neben der Dicke der Wand vor allem auch auf das verwendete Dämmmaterial an. Der durch die Dämmung erreichte k-Wert sollte ähnlich dem Wert liegen, denn das Fenster auch hat. So werden Kältebrücken vermieden.

Die Heizungsart und das Messprotokoll des Kaminkehrers liefern Hinweise Der Kaminkehrer misst in regelmäßigen Abständen die Abgaswerte der Heizungen. Dies ist - ähnlich wie die Abgasmessung beim Auto - ein weiteres Indiz für gute oder schlechte Energieeffizienz. Das letzte Messprotokoll zeigt dem Käufer eines Hauses, wie weit die Heizung von den Grenzwerten entfernt ist. Zudem sollte man sich auch das Baujahr der Heizung ansehen: Durch den technologischen Fortschritt bedingt sind neuere Heizungen effizienter als ältere.

Wenn diese drei Faktor berücksichtigt werden, dann hat man die wichtigsten Schritte zur Energieeffizienz schon vor Kauf oder Miete unternommen.